Tanzmusik bildet die Grundlage zahlreicher barocker Instrumental- und zum Teil auch Vokalwerke und ist deshalb auch in den Curricula vieler Musikuniversitäten und Musikhochschulen eine verpflichtende Lehrveranstaltung für alle Studierenden, um den angehenden Musikerinnen und Musikern einen profunden Einblick in die Welt des Tanzes des 17. und 18. Jahrhunderts zu gewähren.
Die Erkenntnisse von Tanz- und Musikwissenschaft werden seit 2016 von Margit Legler (Prof. für Historischen Tanz und Historischer Schauspielkunst) und Andreas Helm (Prof. für historische Oboeninstrumente) zusätzlich zu den Basisinhalten in einem gemeinsamen Kurs zusammengeführt. Dabei werden die Tanzschritte bzw. Teile aus Original-Choreographien mit den Studierenden erarbeitet und können in weiterer Folge auch von den Instrumentalisten selbst begleitet werden. So werden wertvolle praktische Erfahrungen von den Tanzschritten des jeweiligen Tanzes (Charakter, Phrasierung, Tempo etc.) auf das Musizieren am eigenen Instrument übertragen.
Ihre Erkenntnisse aus der Auseinandersetzung mit historischen Quellen und aus der Arbeit mit Studierenden führten zur Veröffentlichung des Lehrbuchs „Barocke Tänze und ihre musikalische Umsetzung“ im Verlag Hollitzer Wien. Die übersichtliche Zusammenstellung der wissenschaftlichen Inhalte erfolgte maßgeblich unter Mitwirkung des Wiener Musikwissenschaftlers Dr. Reinhold Kubik (1942–2024).
Link zum Videoprojekt “Barocke Tänze und ihre musikalische Umsetzung”
